Herstellung von Filmblut

Für ein Shooting wollte ich Filmblut einsetzen. Da ich eine etwas größere Menge benötigte und einen Weg finden wollte, diese auch selbst herstellen zu können, bin ich auf die Suche gegangen. Herausgekommen ist folgendess Rezept, welches ich in diesem Tutorial gerne vorstelle.

Filmblut gibt es in kleineren Mengen in vielen Kostümladen zu erwerben. Dieses ist dann leider relativ teuer und schmeckt nicht so toll, was man dem Model durchaus ersparen kann ;)

Mit einem einfachen Rezept kann man Filmblut auch sehr leicht in der eigenen Küche mit wenigen Mitteln herstellen.

1. Was braucht man dazu?

Die Materialien bekommt man im normalen Lebensmittelhandel und sind allesamt unschädlich in der Anwendung.

Rezept:

  • 1 l Wasser
  • 25 bis 30 g Kartoffelstärke (Kartoffelmehl)
  • 40 bis 50 g Zucker (optional)
  • Lebensmittelfarbe rot und blau

Diese Menge kann man natürlich seinem Bedarf anpassen.

2. Die Herstellung

2.1 Das Filmblut kochen

Die Kartoffelstärke in einen Topf geben – dieser sollte mindestens doppelt so viel fassen, wie man herstellen will. Nun erst eine kleinere Menge an Wasser hinzufüllen und mit einem Schneebesen umrühren (Achtung: Das Wasser muß noch kalt sein, sonst gibt es Klumpen!) Jetzt immer mehr Wasser in den Topf geben, bis die Stärke komplett gelöst ist. Danach kann man das restliche Wasser einfach hinterhergießen.

Nun das Wasser kurz aufkochen lassen. Hier bereits den Zucker zugeben und gut verrühren, bis er ganz aufgelöst ist. Wenn das Wasser kocht, den Herd auf kleine Hitze stellen, köcheln lassen und dabei immer wieder umrühren. Bei dieser Menge kann der Vorgang 10 bis 30 Minuten dauern. Wenn die Flüssigkeit die Konsistenz von Blut hat, den Topf sofort von der Platte runternehmen.

Bei kleineren Mengen kann das Binden schon sehr früh einsetzen (die Stärke bindet bereits bei 62,5 °C) Daher ist hier ständiges umrühren und Beobachten Pflicht. Hier muß man einfach probieren und gewinnt schnell ein Gefühl dafür.

2.2 Das Filmblut färben

Hierzu muß die Masse erstmal abkühlen bis sie wieder angefaßt werden kann.

Nun die rote Lebensmittelfarbe hinzu geben. Am besten Spritzer für Spitzer und dabei gut umrühren bis das ganze optisch ansprechend aussieht. Damit die Farbe entgültig stimmt noch etwas blaue Farbe hinzufügen und ebenfalls verrühren.

Jetzt ist das Produkt einsatzbereit!

3. Aufbewahrung

Das Filmblut sollte möglichst schnell verbraucht werden (z.B. einen Tag vorher ansetzen) Man sollte es aber in jeden Fall im Kühlschrank aufbewahren.

Man muß aber dazu sagen, daß sich bei kühlen Temperaturen die Bindung wieder zurück bildet, was am folgenden Tag nur ein Umrühren nötig macht. Nach etwa einer Woche ist das Filmblut schon zu flüssig für eine vernünftige Arbeit.

4. Anwendung

Das „Blut“ kann nun nach Belieben eingesetzt werden.

Tipp: Ist das Filmblut nun doch zu fest, kann man es einfach mit etwas Wasser verrühren.

Bei Schnittwunden haben sich Pinsel (Bild 1) nicht wirklich als hilfreich erwiesen. Je nach Konsistenz wird die Spur ungleichmässig dick oder der Pinsel verklebt ungünstig. Einwegspritzen (Bild 2) haben sich bei mir als gutes Hilfsmittel herausgestellt.

Filmblut - Bild 1
Bild 1
Filmblut - Bild 2
Bild 2

Das sieht doch schonmal nicht so schlecht aus (Bild 3) ;)

Filmblut - Bild 3
Bild 3

Viel Spaß beim probieren!

Download
icon_pdf Tutorial: Herstellung von Filmblut (folgt in Kürze)

Share it: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Facebook
  • Twitter
  • email
  • Print
  • RSS
  • YouTube
  • fotocommunity
  • 500px
  • STRAVA
  • GPSies
  • SoundCloud