High-ISO mit der Fujifilm X-E1

Zeit für Touren bei Tageslicht war in den letzten Wochen ziemlich rar. Allerdings hatte ich zumindest Gelegenheit die hochgelobten Nachtfotografiefähigkeiten der Fujifilm X-E1 einmal auf die Probe zu stellen. Im ersten Beitrag werde ich mich auf die Qualität bei Aufnahmen mit hoher ISO-Zahl beschränken.

Der APS-C Sensor der X-E1 hat gegenüber den üblichen Sensoren anderer Kameras zwei Besonderheiten. Zum einen besitzt dieser nicht die weit verbreitete Bayer-Matrix, sondern eine Matrix mit dem Bezeichnung X-Trans. Hier werden die Pixel der einzelnen Farben „unregelmäßig“ angeordnet. Dies macht den Bildsensor weit weniger anfällig für den Moiré-Effekt, was zur zweiten Besonderheit führt. Der Sensor besitzt daher auch keinen Antialiasing-Filter, was der Abbildungsschärfe sehr entgegen kommt. Wer nun aber aufschreit und sagt, das würde aber auch das Rauschen deutlicher sichtbar machen, wird aber herb enttäuscht. Auch hier haben die Ingenieure von Fujifilm sehr gute Arbeit geleistet.

Im Folgenden sind zwei Aufnahmen (JPEG, Out-of-the-Cam) einer gepflasterten Fläche mit ISO 1600 und ISO 3200 zu sehen. In beiden Fällen hält sich der Verlust von Details sehr in Grenzen. Die einzelnen Pflastersteine sind nicht nur graue Flächen, sondern immernoch strukturiert. Auffällig ist hier, dass der optische Unterschied zwischen beiden Empfindlichkeiten sogar sehr gering ist.

XF 18-55/2,8-4,0 R LM OIS @ 26mm, f3,2, 1/5 Sek., ISO1600
XF 18-55/2,8-4,0 R LM OIS @ 26mm, f3,2, 1/5 Sek., ISO1600
XF 18-55/2,8-4,0 R LM OIS @ 26mm, f3,2, 1/5 Sek., ISO1600 (100% crop)
XF 18-55/2,8-4,0 R LM OIS @ 26mm, f3,2, 1/5 Sek., ISO1600 (100% crop)
XF 18-55/2,8-4,0 R LM OIS @ 28mm, f3,2, 1/9 Sek., ISO3200
XF 18-55/2,8-4,0 R LM OIS @ 28mm, f3,2, 1/9 Sek., ISO3200
XF 18-55/2,8-4,0 R LM OIS @ 28mm, f3,2, 1/9 Sek., ISO3200 (100% crop)
XF 18-55/2,8-4,0 R LM OIS @ 28mm, f3,2, 1/9 Sek., ISO3200 (100% crop)

Erst ab ISO 6400 werden die Details sichtbar weniger. Ich habe mich hier aber auf die Werte beschränkt die sinnvoll einsetzbar sind. Man sollte sich bei der X-E1 auf die ISO-Werte zwischen 200 und 3200 beschränken, soweit es möglich ist, da die Kamera hier ihre echten Stärken ausspielen kann. Alles andere ist aber gut zu gebrauchen, wenn es die Situation nicht anders zulässt. Ich werde hierauf aber gerne noch in einem späteren Beitrag eingehen.

Anschließend habe ich noch ein weiteres Beispiel mit ISO 3200. Hier sieht man auch wie gering sich die Verluste darstellen. Alle Details sind noch weitgehend erkennbar und Artefakte treten nur geringfügig an Stellen mit hohem Kontrast auf. Was auch sehr positiv ins Auge fällt ist die Tatsache, dass der Sensor bei ISO 3200 lediglich mit leichten Helligkeitsrauschen (Luminanzrauschen) reagiert. Das Farbrauschen (Chrominanzrauschen) tritt in der Regel erst ab ISO 6400 auf.

XF 18-55/2,8-4,0 R LM OIS @ 55mm, f4, 1/58 Sek., ISO3200
XF 18-55/2,8-4,0 R LM OIS @ 55mm, f4, 1/58 Sek., ISO3200
XF 18-55/2,8-4,0 R LM OIS @ 55mm, f4, 1/58 Sek., ISO3200
XF 18-55/2,8-4,0 R LM OIS @ 55mm, f4, 1/58 Sek., ISO3200 (100% crop)

Insgesamt macht dies die Fujifilm X-E1 zur perfekten Kamera für Nachtfotografie ohne Stativ. Ich werde mit der Kamera sicher noch viele Nachttouren unternehmen.

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