Manhattan an der Maas – Eine Stadt wächst nach oben

Rotterdam liegt an der Nieuwe Maas, einem Hauptarm des Rheindeltas und gilt heute wegen seiner zahlreichen Hochhäuser als das Manhattan an der Maas. Die bekanntesten Bauwerke dürften wohl die Eramusbrug, die die Innenstadt mit dem Kop van Zuid verbindet und die Kubushäuser sein.

Rotterdam | 01/2012

Von der Stadt, die 1230 gegründet wurde, ist heute aber kaum noch was zu sehen. Wie Rotterdam vor dem Zweiten Weltkrieg aussah, lässt sich nur noch in der Provenierswijk und auf der Maas-Insel Noordereiland erahnen. Hier stehen noch komplette Ensembles der alten Bebauung.  Weitere Gebäude sind das Hotel New York und das Rathaus. Auffällig sind die schönen Jugendstilhäuser, die früher das Bild der Stadt geprägt haben. Nahe des „Museumpark“ findet man auch einige Bauwerke des „De-Stijl“ – eine künstlerische Strömung, die Ähnlichkeiten zum deutschen Bauhaus hat.

Rotterdam wurde im Mai 1940 bei einem Luftangriff Deutschlands fast vollständig zerstört. 1943 verursachte ein weiterer großer Luftangriff der Amerikaner weitere Schäden. Im Jahr 1945 beschloss die Stadt daraufhin einen grundlegenden städtebaulichen Neubeginn für das alte Zentrum. Die Grundstücksbesitzer in der Stadtmitte wurden gegen Entschädigung enteignet. In den folgenden Jahren wurde der Boden aufgegraben und sämtliche Leitungen, Abwasserkanäle, … entfernt.

Die Stadt wurde nach dem Krieg neu gegliedert. So wurden unter anderem alle Banken in der Nähe der Börse angesiedelt und der Hafen wurde westwärts an die Nordsee verlagert. Dieser ist bis heute der wichtigste Im- und Exporthafen der Metropolregion-Rhein-Ruhr, welche über den Wasserweg problemlos erreicht werden kann. Das Stadtbild ist aber nach wie vor erkennbar vom Hafen geprägt, was den Charme der heutigen Kulturstadt ausmacht.

Am augenfälligsten sind heute architektonisch die Hochhäuser, die das Bild der Stadt sehr prägen. Diese befinden sich hauptsächlich auf dem „Kop van Zuid“ und erstrecken sich von der Börse bis zum Hauptbahnhof. Hier befinden sich die höchsten Gebäude der Niederlande.

 

Kop van Zuid

Der Stadtteil Kop van Zuid gehörte bis zum Zweiten Weltkrieg zum Hafen von Rotterdam und wurde im Mai 1940 bei einem verheerenden Luftangriff Deutschlands zerstört. Nachdem der Hafen dann später weiter nach Westen in Richtung Nordsee verlegt wurde, ergab sich hier auch eine starke Abwanderung von Bewohnern. Daraus resultierte die Entwicklung zum ehemaligen sozialen Brennpunkt, der zunehmend dem Verfall geweiht war. Es gab daher ernste Überlegungen diesen Stadtteil zum Rotlichtviertel zu machen.

Nach einem erbitterten Protest der restlichen Bewohner wurde dieser Plan allerdings aufgegeben. Ein Masterplan führte später zu dem, was man heute kennt.

De Rotterdam | Rotterdam | 07/2013

Hier geben sich heute Gebäude namhafter Architekten die Hand. Hier nur einige Beispiele:

  • Toren op Zuid (KPN Tower) – Renzo Piano
  • World Port Center – Sir Norman Forster
  • Montevideo – Francine Houben (Mecanoo)
  • De Rotterdam – Rem Koolhaas/OMA
  • New Orleans – Alvaro Siza
  • Nieuwe Luxor Theater – Bolles+Wilson
  • Las Palmas – Benthem Crouwel Architects

Das verschachtelte „De Rotterdam“ ist als vertikale Stadt konzipiert und angelehnt an das modernistische Vorbild von Le Corbusiers berühmter „Unité d‘habitation“. Theoretisch sollte sich der Nutzer 24 Stunden in dem Gebäude aufhalten können, ohne es verlassen zu müssen. Auf den 160.000 Quadratmetern gibt es demnächst neben Wohnungen, Büros und Parkhaus auch ein Fitnessstudio, ein Hotel, Geschäfte und verschiedene Cafés.

U-Bahnhof Wilhelminaplein | Rotterdam | 07/2013Rotterdam | 07/2013Rotterdam | 07/2013Rotterdam | 07/2013Maastoren | Rotterdam | 07/2013Maastoren | Rotterdam | 07/2013 Las Palmas (Niederländisches Fotomuseum) | Rotterdam | 07/2013Rotterdam | 07/2013Hotel New York | Rotterdam | 07/2013Montevideo Tower | Rotterdam | 07/2013New Orleans | Rotterdam | 07/2013De Rotterdam | Rotterdam | 07/2013Rotterdam | 07/2013Rotterdam | 07/2013Rotterdam | 07/2013Rotterdam | 07/2013Luxor Theater | Rotterdam | 07/2013Toren op Zuid (KPN Tower) | Rotterdam | 07/2013

 

Alter Hafen

Der alte Hafen nahe der Innenstadt (Stadtteil Blaak) entwickelt sich immer mehr zu einem Viertel mit schönen Cafés und Einkaufsmöglichkeiten. Der bekannteste Gebäudekomplex dürften die „Kubushäuser“ (Kubuswoningen) des Architekten Piet Blom sein.

Kubuswoningen | Rotterdam | 01/2012

Nebenan steht der „Blaaktoren“ der ebenfalls von Piet Blom entworfen wurde und spöttisch wegen seiner Form auch „Het Potlood“ (dt. „Der Bleistift“) genannt wird. Ausserdem entsteht in unmittelbarer Nähe zur Zeit die „Markthal“ (Markthalle) der Architekturbüros MVRDV & INBO.

Dominiert wird dieses Viertel entlang der Maas von weiteren Wohnhochhäusern. Dabei sticht der „Red Apple“ aus der Masse hervor.

Rotterdam | 07/2013Kubuswoningen | Rotterdam | 07/2013Rotterdam | 07/2013Blaaktoren (Het Potlood) | Rotterdam | 07/2013Red Apple | Rotterdam | 07/2013Rotterdam | 07/2013Rotterdam | 07/2013Red Apple | Rotterdam | 07/2013Rotterdam | 07/2013de Maas | Rotterdam | 07/2013Rotterdam | 07/2013Rotterdam | 07/2013Rotterdam | 07/2013Rotterdam | 07/2013Inntel Hotels | Rotterdam | 07/2013Hoge Heren | Rotterdam | 07/2013

 

Innenstadt und Centraal Station

Zwischen der Börse und dem Bahnhof Rotterdam Centraal erstreckt sich ein Bereich mit einer dichten modernen Bebauung.

Delftse Poort | Rotterdam | 07/2013

Einige der auffälligsten Bauwerke sind hier zu sehen.

CalypSO | Rotterdam | 07/2013CalypSO | Rotterdam | 07/2013codarts | Rotterdam | 07/2013 Centraal Station | Rotterdam | 07/2013 The Manhattan Hotel | Rotterdam | 07/2013 Rotterdam | 07/2013 Rotterdam | 07/2013Schielandtoren | Rotterdam | 07/2013

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